Dr. phil. Véronique Sina | Medienwissenschaftlerin

Seminare

Inszenierungen von Geschlecht, Ethnizität und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien

Universität zu Köln, Institut für Medienkultur und Theater

WS 2017/2018

Modul AM2-SE: „Mediennutzung und kulturelle Kommunikation“ (14227.0075)
2st., Di. 16-17.30h

Seminarleitung:

Véronique Sina

Davon ausgehend, dass textuelle und (audio-)visuelle Repräsentationen stets im Kontext ihres (sozio-)kulturellen sowie gesellschaftspolitischen Hintergrundes betrachtet werden müssen, besteht das zentrale Anliegen des Seminars darin, das auf Hierarchisierung basierende hegemoniale Prinzip der ‚jüdischer Differenz‘ (vgl. Silverman 2011) in den Blick zu nehmen und dessen Inszenierung sowie (Re-)Produktion einer gleichsam medienästhetischen wie -kritischen intersektionalen Analyse zu unterziehen.Anhand ausgewählter Beispiele aus Fotografie, Comic, Film, Musik und Fernsehen soll die diskursive Macht unterschiedlicher medialer Formen veranschaulicht werden, sozio-kulturelle Bedeutungen zu konstituieren und hegemoniale ‚Wirklichkeitsbilder‘ zu (re-)produzieren. Indem ein besonderer Fokus auf das Verhältnis von Gender zu anderen identitätspolitischen Kategorien wie Ethnizität, Klasse, Sexualität oder Körper gelegt wird, soll untersucht werden, mit welchen narrativen und formal-ästhetischen Mitteln, gängige Vorstellungen von Judentum und ‚Jüdischsein‘ in zeitgenössischen Medien hergestellt, verstärkt oder unterlaufen und verworfen werden.





Von Nanny Fine bis Howard Wolowitz. Jüdiche Identität(en) in Comic, Film und Fernsehen

Philipps Universität Marburg, Institut für Medienwissenschaft

WS 2017/2018

Modul: „Grundlagen der Medienanalyse“

Veranstaltungstyp:

Blockseminar

Blocktermine:

Seminarleitung:

Véronique Sina

Die nörgelnde, überfürsorgliche jüdische Mutter, die unverheiratete Jewish American Princess, der intellektuelle neurotische Jude oder der tollpatschige Schlemihl – bei all diesen Figuren handelt es sich um medial vermittelte stereotype Repräsentationen jüdischer Identität(en). Ziel des Seminars ist es, ihre diskursive Inszenierung in populärkulturellen Medien kritisch in den Blick zu nehmen und somit diesen international verbreiteten Klischees von Judentum und ‚Jüdischsein’ nachzuspüren: Wie wird jüdische Identität in Comic, Film und Fernsehen hergestellt und verhandelt? Welche Themen und Inhalte, aber auch Figuren werden mit welchen Mitteln als ‚typisch jüdisch’ dargestellt? Steht dabei die (Re-)Produktion gängiger Stereotype im Vordergrund oder werden diese durch subversive Darstellungen in Frage gestellt und verworfen? Gibt es überhaupt so etwas wie ein authentisches, klar definiertes, globales Judentum oder ‚Jüdischsein’?

Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Fragen werden wir uns im Rahmen des Seminars mit grundlegenden Aspekten kultureller Identität(en) beschäftigen. Neben Prozessen der hegemonialen Normalisierung und Authentifizierung werden wir uns ebenso mit der Verzahnung Differenz stiftender Kategorien, wie race, class und gender auseinandersetzen.