Dr. phil. Véronique Sina | Medienwissenschaftlerin

Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen

Kultur- und Medientheorie; Medienästhetik; Medien und Intersektionalitätsforschung; Jewish Visual Culture Studies; Gender und Queer Studies; Antisemitismus und Rassismus; Politiken und Ästhetiken der Un/Sichtbarkeit; Körper- und Geschlechterbilder ‚des Jüdischen‘; Alteritätskonstruktionen und kritische Weißseinsforschung; historische und ästhetische Transformationsprozesse (audio-)visueller Medien; Holocaust Studies; Postmemory; multimediale und multidirektionale Erinnerungskulturen in der postmigrantischen Gesellschaft; Prozesse der Remedialisierung; Comic-, Film- und Intermedialitätsforschung; visuelle Populärkultur

Kurzbio

Dr. Véronique Sina ist Film- und Medienwissenschaftlerin mit einem Schwerpunkt in Gender Media Studies, Intersektionalitätsforschung, Medienästhetik, Jewish Visual Culture Studies und Comicforschung.

Im Wintersemester 2026/2027 lehrt sie an der Abteilung Medienwissenschaft der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München.

Am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt hat sie von 2022–2026 das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Inszenierungen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien“ durchgeführt. Derzeit arbeitet sie an der Fertigstellung ihrer Monografie, die aus dem DFG-Projekt hervorgeht und 2027 unter dem Titel „Un/Sichtbarkeiten. Diskursive Inszenierungen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien“ im de Gruyter Verlag erscheinen wird. Ausgehend von der Frage, welche Un/Sichtbarkeiten ‚des Jüdischen‘ in (audio-)visuellen Medien hervorgebracht und verhandelt werden, untersucht die Monografie entlang ausgewählter Artefakte der jüdischen Visuellen Kultur die (Re-)Produktion ‚jüdischer Differenz‘ in medialen Gefügen, die stets mit der Aus- und Verhandlung geschlechtlicher Identitäten verbunden ist. Vor der Folie des transdisziplinären Feldes der Jewish Visual Culture Studies werden die wechselseitigen Bedingtheiten von Medialität, Gender und Jewishness fokussiert und das problematische Verhältnis zwischen Aufklärung, Sichtbarmachung und Ausstellen jüdischer Identität(en) aus einer sowohl medienästhetischen wie gendertheoretischen intersektionalen Perspektive beleuchtet.

Seit 2024 ist Véronique Sina Project Advisor für das „Holocaust Research Cluster“ im internationalen Forschungsprojekt „Survivor-Centred Visual Narratives“ und seit 2026 ist sie assoziiertes Mitglied am Centre for Pictorial Holocaust Narratives (CPHN). Aktuell ist sie zudem am SELMA STERN ZENTRUM für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg assoziiert.

Im Sommersemester 2025 hat sie am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin die W3-Professur für Filmwissenschaft vertreten. Zuvor war sie W3-Vertretungsprofessorin für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt (SoSe 2023) sowie W2-Vertretungsprofessorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt „Medienakteure und Medienöffentlichkeit unter besonderer Berücksichtigung von Gender“ an der Ruhr-Universität Bochum (SoSe 2022).

Als Postdoc war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den film- und medienwissenschaftlichen Instituten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Universität zu Köln, der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Ruhr-Universität Bochum tätig. Zudem war sie Koordinatorin an der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung GeStiK (Gender Studies in Köln).

An der Ruhr-Universität Bochum hat sie am Institut für Medienwissenschaft mit einer Arbeit zu „Comic – Film – Gender. Zur (Re-)Medialisierung von Geschlecht im Comicfilm“ promoviert, die 2016 im transcript Verlag erschienen ist. Von 2017 bis 2019 war sie als Postdoc am DFG-Graduiertenkolleg „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ assoziiert und von 2020-2026 Mitglied im DFG-Netzwerk „Gender, Medien und Affekt“.

Sie ist Initiatorin und Mitbegründerin der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) sowie Mitherausgeberin der interdisziplinären Publikationsreihe „Comicstudien“, die im de Gruyter Verlag erscheint. Sie war fachliche Beraterin und Co-Kuratorin des Online-Projekts „Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“ und 2024/2026 war sie Mitglied der Fachjury des „Dortmunder Comic-Preis“, der vom Kulturbüro der Stadt Dortmund vergeben wird.